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Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Zeitarbeit

Verbesserung der Zusammenarbeit im Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Zeitarbeit

Ein Bedarf zum Handeln besteht angesichts

  • der hohen und seit 2005 erstmals wieder steigenden Unfallzahlen in der Zeitarbeit,
  • der Schwere der Arbeitsunfälle,
  • der schnell wachsenden Zahl von Leiharbeitnehmern in mehr als 100.000 Einsatzbetrieben und
  • der besonderen Situation, die sich aus der Tätigkeit der Leiharbeitnehmer ergibt

Besonders zu berücksichtigen ist, dass mehr als 55% der Leiharbeitnehmer das Arbeitsverhältnis mit ihrer Zeitarbeitsfirma bereits innerhalb der ersten 3 Monate beenden.

Ursachen:

Häufig sind die Einsätze in den Einsatzbetrieben nur von kurzer Dauer. Das bedeutet für die Beschäftigten:

  • ständig wechselnde Arbeitsplätze mit unterschiedlichen Arbeitsanforderungen,
  • veränderten Arbeitsabläufen,
  • unterschiedlichen Organisationsstrukturen und unterschiedlichen Arbeitsschutzorganisationen
  • veränderten Umgebungseinflüssen

Auch kommt es häufig zu Störungen im Informationsfluss zwischen den bei der Überlassung Beteiligten, d. h. für den sicheren und gesundheitsgerechten Einsatz notwendigen Informationen fehlen.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Leiharbeitnehmer meist in unsicheren Arbeitsverhältnissen befinden. Deshalb haben psychische Faktoren - wie z. B. Überforderung, Übermüdung, Nervosität, Hektik, Aufmerksamkeitsdefizite, Angst, Bluthochdruck oder "Übersteuerung" - einen überproportional hohen Einfluss auf das Unfallrisiko.

Auswirkung:

  • Belastungen der sozialen Sicherungssysteme, menschliches Leid
  • erhöhte Personalfluktuation, Branchenwechsel von Fachkräften, Probleme bei Rekrutierung und Halten von Personal

Ziel:

Reduzierung der Zahl und Schwere der Arbeitsunfälle, durch

  • Signifikante Verbesserung der Kommunikation zwischen Verleiher und Entleiher auf der Basis der Gefährdungsbeurteilungen
  • Signifikante Verbesserung der Arbeitsschutzsituation für Leiharbeitnehmer beim Entleiher
  • Signifikante Verbesserung der systematischen Wahrnehmung des Arbeitsschutzes beim Entleiher in Zusammenarbeit mit dem Verleiher, sowie Optimierung der Kompetenzen und der Qualifizierung und Ausbildung zum Thema Arbeitsschutz