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Evaluation

Dachevaluation der laufenden ersten Periode der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) 2008 - 2012

Mit der Absicht, die Erreichung der Ziele der GDA zu evaluieren, folgt die Bundesrepublik Deutschland dem Beispiel anderer EU-Staaten, die ihre nationalen Arbeitschutzstrategien ebenfalls evaluieren.

Die drei Träger der GDA haben sich bereits im Jahre 2007 darauf verständigt, dass "die Erreichung der Ziele der GDA qualitätsgesichert und evaluiert" wird. "Dies gilt sowohl für Aktionen, Kampagnen und Projekte als auch für die den Zielen zugeordneten Routineverfahren sowie den Kooperationen im Arbeitsschutz."¹ Neben der Evaluierung zielspezifischer länder- und trägerübergreifender Arbeitsprogramme ist auch vorgesehen, die GDA in ihrer Gesamtheit hinsichtlich übergreifender Wirkungen auf das Arbeitsschutzsystem und die Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zu bewerten (Dachevaluation).

Im Auftrag der Nationalen Arbeitsschutzkonferenz (NAK) wurde im ersten Halbjahr 2009 eine Machbarkeitsstudie zur GDA-Dachevaluation erstellt, die Anforderungen an eine robuste Evaluationsroutine formuliert hat. Orientiert an den Ergebnissen dieser Machbarkeitsstudie werden Evaluationen auf den folgenden fünf Zielebenen eingeleitet:

  1. die nationalen Arbeitsschutzziele (Reduzierung von Arbeitsunfällen, Muskel-Skelett-Erkrankungen und Hauterkrankungen):

    • Inwieweit werden sie erreicht?
  2. die Relevanz und Wirksamkeit des institutionellen Arbeitsschutzes im Betrieb:

    • Inwieweit verbessern sie sich?
  3. die Optimierung der Zusammenarbeit der Träger im dualen System:

    • Inwieweit gelingt sie?
  4. die Verbesserung der Zusammenarbeit mit Dritten im Rahmen der GDA:

    • Welche Erfolge erzielen die GDA-Träger im Zuge der Vernetzung mit Krankenkassen, Rentenversicherungsträgern, den Sozialpartnern, Verbänden und Organisationen für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit? sowie
  5. die betriebliche Prävention für Gesundheit und Wettbewerbsfähigkeit:

    • Inwieweit machen die Aktivitäten der GDA die Arbeitsbedingungen in Betrieben gesünder und sicherer?

Die Dachevaluation betrachtet besonders auf Zielebene 2 und 5 auch die Evaluationsergebnisse der 11 bundesweiten sowie ggf. der regionalen GDA-Arbeitsprogramme.

Die Datenerhebungen und -auswertungen werden überwiegend zu zwei Zeitpunkten (2010 und 2012) vorgenommen. Sie betreffen bis zu ca. 500.000 Betriebe in Deutschland. Bis zu 3.500 Aufsichtspersonen der Unfallversicherungsträger und bis zu 3.000 Gewerbeaufsichtsbeamte der Länder sollen befragt werden; des Weiteren sind einmalige Telefoninterviews mit bis zu 6.500 Unternehmensvertretern und Beschäftigten geplant. Um die Verankerung und Akzeptanz der GDA bei fachlichen Multiplikatoren zu untersuchen, werden im Rahmen einer Stichprobenanalyse auch die im Arbeitsschutzforum zusammenwirkenden Institutionen und Personen befragt werden.

Die Befragungen werden teilweise von den GDA-Trägern selbst, teilweise von einem externen Auftragnehmer vorgenommen und durch das systematische Berichtswesen der NAK-Geschäftsstelle ergänzt.

Für 2011 und 2012 sind Zwischenberichte, für 2013 der Abschlussbericht zur Dachevaluation der ersten Strategieperiode vorgesehen.

Die nach dem Stand der Wissenschaft anerkannten Kriterien und Verfahren von Primärdatenerhebungen und Evaluation (Standards der Deutschen Gesellschaft für Evaluation e.V.) finden Anwendung.

1) Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie - Fachkonzept und Arbeitsschutzziele 2008 - 2012, Stand: 12. Dezember 2007, S. 9

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