Informationen zum Projektplan Bau- und Montagearbeiten
Verringerung von Häufigkeit und Schwere von Arbeitsunfällen bei Bau- und Montagearbeiten im Unfallschwerpunkt Gerüste und im Unfallschwerpunkt Abbruch- und Rückbauarbeiten
Mit 66,60 meldepflichtigen Arbeitsunfällen pro 1000 Vollarbeiter war im Jahr 2007 die Unfallquote in der Bauwirtschaft noch immer mehr als doppelt so hoch im Vergleich zur gesamten gewerblichen Wirtschaft (26,81 Unfällen pro 1000 Vollarbeiter). Schwerpunkte des Unfallgeschehens sind u. a. Arbeiten mit Gerüsten und Abbruch- und Rückbauarbeiten. Unfallzahlen zu reduzieren ist das Kernziel des Arbeitsprogramms Bau- und Montagearbeiten.
Ziel des Arbeitsprogramms:
Reduzierung der Zahl und Schwere der Arbeitsunfälle, durch
- Verbesserung der systematischen Wahrnehmung des Arbeitsschutzes
- Geplante und koordinierte Arbeitsabläufe bei Bau- und Montagearbeiten
- Erhöhung des Sicherheitsbewusstseins
Ursachen für Unfälle, z. B.:
- hohes Gefährdungspotenzial aus Art der Arbeit (z. B. Arbeiten in Höhe, schwere Bauteile, enge Räume, Gefahrstoffe)
- nichtstationäre, temporäre Arbeiten
- Klimaeinflüsse
- Termindruck, z. B. durch nicht optimale Projekt- und Ablaufplanung, vertragliche Vorgaben
- keine oder nur schlechte Koordination, Kommunikation und Zusammenarbeit
- Festlegung maßgeblicher Bedingungen für die Arbeit und den Arbeitsschutz außerhalb der Unternehmen durch Planer und Bauherren ohne Anpassung an den tatsächlichen Ablauf
Auswirkungen des Unfallgeschehens:
- hohe Kosten für die an Bauvorhaben beteiligten Branchen, Belastung der sozialen Sicherungssysteme, menschliches Leid;
- erhöhte Personalfluktuation, frühe Verrentung, Branchenwechsel von Fachkräften, Probleme bei Rekrutierung und Halten von Personal.
