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Prävention macht stark - auch Deinen Rücken

Informationen zum Arbeitsprogramm Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie

"Prävention macht stark – auch Deinen Rücken" – unter diesem Titel wendet sich das Arbeitsprogramm Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) an Beschäftigte, Unternehmer und Führungskräfte. Auch Multiplikatoren, wie zum Beispiel Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Betriebsärzte und betriebliche Interessenvertretungen möchte das Programm erreichen.

Beschwerden des Bewegungsapparates zählen heute zu den häufigsten Gesundheitsproblemen und sind einer der Hauptgründe für Arbeitsunfähigkeit. Fast ein Viertel aller durch Arbeitsunfähigkeit bedingten Ausfalltage gehen auf Muskel-Skelett-Erkrankungen zurück. Für Unternehmen und Sozialversicherungen entstehen durch Ausfallzeiten und Behandlungen hohe Kosten. Die betroffenen Beschäftigten leiden unter Schmerzen.

Ziel des Arbeitsprogramms MSE ist es, arbeitsbedingte Gesundheitsgefährdungen und Erkrankungen im Muskel-Skelett-Bereich zu senken. Dafür setzt das Arbeitsprogramm mit seinen Aktivitäten dort an, wo das MSE-Risiko besonders hoch ist: risikobezogene Tätigkeiten wie schweres Heben und Tragen, sich wiederholende Arbeitsabläufe oder Bewegungsmangel stehen im Mittelpunkt.

Die Angebote des Arbeitsprogramms auf einen Blick

  • MSE-Portal gdabewegt.de: Das branchenübergreifend angelegte Portal bündelt alle Angebote der GDA-Träger und Sozialpartner zur MSE-Prävention. Dort findet sich zum Beispiel eine Produktdatenbank, in der mehr 400 Präventionsangebote zielgruppenspezifisch aufbereitet sind. Unternehmen, Beschäftigte und Multiplikatoren finden hier mit wenigen Klicks alles Wichtige, um Muskel-Skelett-Erkrankungen zu verringern und zu vermeiden. www.gdabewegt.de
  • Besichtigung und Beratung: Seit Herbst 2014 führt das Aufsichtspersonal der Arbeitsschutzbehörden und Unfallversicherungsträger abgestimmte Betriebsbesichtigungen durch. Unternehmen werden mit Informationen und Empfehlungen unterstützt, um die Arbeitskraft ihrer Beschäftigten zu erhalten. Der Schwerpunkt der Besichtigungen liegt auf von MSE besonders häufig betroffenen Branchen und Berufsgruppen. Bis 2017 werden ca. 16.000 Betriebe von den Aufsichtsdiensten besucht.
  • Passgenaue Schulungen und Seminare: In Schulungen für Führungskräfte und Multiplikatoren geben die Experten des Arbeitsprogramms ihr Wissen zur MSE-Prävention weiter.
  • Fachveranstaltungen, Messen und Kongresse: Auf Veranstaltungen haben betriebliche Arbeitsschutzakteure die Möglichkeit, mit Experten zum Thema MSE ins Gespräch zu kommen. Informationen zu aktuellen Terminen bietet das MSE-Portal.

Präventionskultur und Gesundheitskompetenz

Zwei Ansatzpunkte für eine wirksame Reduktion von MSE stehen im Mittelpunkt des Arbeitsprogramms: die betriebliche Präventionskultur – also die Gestaltung gesundheitsgerechter Arbeitsbedingungen – und die Gesundheitskompetenz – die Förderung des gesundheitsgerechten Verhaltens der Beschäftigten.

Um die Präventionskultur zu stärken, trägt das Arbeitsprogramm dazu bei, dass 

  • mehr Betriebe mit ergonomisch optimierten Arbeitsplätzen, -stätten und -abläufen ausgestattet sind,
  • mehr Betriebe mit einem Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) arbeiten,
  • Arbeitsorganisation und Führungskompetenz in den Betrieben mit Blick auf die Prävention von MSE verbessert werden,
  • mehr und bessere Gefährdungsbeurteilungen zu physischen und psychischen Belastungen durchgeführt werden,
  • und die Anzahl der arbeitsmedizinischen Vorsorgen bei hohen Belastungen des Muskel-Skelett-Systems erhöht werden.

Gleichzeitig sollen mehr Beschäftigte an den betrieblich geförderten MSE-Präventionsangeboten teilnehmen können, um ihre Gesundheitskompetenz zu verbessern.

Kontakt: 

Leitung des GDA-Arbeitsprogramms MSE
c/o BGW Hauptverwaltung
Pappelallee 33/35/37
20089 Hamburg