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Leitlinie Gefährdungsbeurteilung und Dokumentation

Die Gefährdungsbeurteilung nimmt im Arbeitsschutzhandeln eine zentrale Rolle ein.

Viele Rechtsgrundlagen für den Arbeitsschutz beinhalten den konzeptionellen Ansatz zur Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen und der Ableitung geeigneter Maßnahmen.

Insofern sind insbesondere auf diesem Gebiet ein abgestimmtes Grundverständnis und eine gemeinsam festgelegte Vorgehensweise der staatlichen Arbeitsschutzbehörden sowie der Unfallversicherungsträger wichtig.

Bereits 2008 wurde eine "Leitlinie Gefährdungsbeurteilung und Dokumentation" veröffentlicht,  die erstmals im Dezember 2011 durch eine von der Nationalen Arbeitsschutzkonferenz verabschiedete Fassung aktualisiert wurde.
Nunmehr liegt nach Beratung und Verabschiedung durch die Nationale Arbeitsschutzkonferenz die zweite aktualisierte Fassung vom 5. Mai 2015 vor, in der für die Dokumentation in Klein- und Kleinstbetrieben flexibel handhabbare Wege aufgezeigt werden (Anhang 3: Anforderungen an die Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung in kleinen Betrieben mit 10 oder weniger Beschäftigten). Beim Aufsichtshandeln in den Kleinbetrieben wird u. a. zukünftig stärker auf die Anwendung der von den Unfallversicherungsträgern oder den zuständigen staatlichen Arbeitsschutzbehörden zur Verfügung gestellten Handlungshilfen durch die Betriebe geachtet werden.

Zentrale Elemente der Leitlinie sind die Beschreibung der Vorgehensweise des Aufsichtspersonals der Länder und Unfallversicherungsträger bei der Beratung und Überwachung zur Gefährdungsbeurteilung sowie die Festlegung von drei Bewertungskriterien – angemessen durchgeführte, nicht angemessen durchgeführte und nicht durchgeführte Gefährdungsbeurteilungen. Darüber hinaus enthält die Leitlinie noch eine Aufzählung der bei der Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigenden Gefährdungsfaktoren sowie eine Übersicht zu Begriffsbestimmungen und Rechtsgrundlagen.

Neben der Leitlinie zur Gefährdungsbeurteilung und Dokumentation haben sich die GDA-Träger auch auf Qualitätsgrundsätze zur Erstellung von Handlungshilfen für eine Gefährdungsbeurteilung nach dem Arbeitsschutzgesetz verständigt. Diese Qualitätsgrundsätze finden insbesondere auch Anwendung bei der Einstellung von Handlungshilfen in das Portal Gefährdungsbeurteilung. Dieses Portal  richtet sich an Arbeitgeber und Arbeitsschutzfachleute. Es unterstützt die Nutzer dabei, eine den Anforderungen des Arbeitsschutzgesetzes entsprechende Gefährdungsbeurteilung rechtssicher und praktikabel umzusetzen.