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Presse / Aktuelles

Neben Meldungen zur Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie finden Sie in diesem Bereich auch die An- bzw. Abmeldung zum Newsletter sowie Informationen zu Tagungen und Veranstaltungen.

Aktuelles

24.05.2017

Mitteilungen aus dem GDA-Arbeitsprogramm Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) - Arbeiten mit hohem Kraftaufwand: So bleiben Beschäftigte gesund

Beschäftigte aller Branchen üben von Zeit zu Zeit Tätigkeiten mit erhöhtem Kraftaufwand aus: Überall werden schwere Pakete und Kisten getragen, voll beladene Transportwagen geschoben oder schwergängige Verschlüsse auf- und zugeschraubt. In der Regel gefährdet es die Gesundheit nicht, in Einzelfällen viel Kraft aufzuwenden. Erst wenn Beschäftigte täglich und wiederholt erhöhte Kräfte einsetzen müssen, können Oberkörper, Schultern, Arme und Hände in Mitleidenschaft gezogen werden.

Betroffen können Beschäftigte sein, die

  • schwer zugängliche Arbeitsstellen erreichen müssen, beispielsweise Kräne, Freileitungsmasten oder Windenergieanlagen. Dazu müssen sie sich abseilen, auf- oder absteigen und dabei über einen längeren Zeitraum ihr eigenes Köpergewicht halten;
  • in KFZ-Werkstätten, im Baugewerbe, in Handwerks- oder Gartenbaubetrieben arbeiten, ihre Hände als Werkzeug einsetzen und mit viel Kraft drücken, stemmen, klopfen, drehen oder hämmern müssen;
  • in KFZ-Werkstätten und Handwerksbetrieben arbeiten und dabei in einer 8-Stunden-Schicht zusammengefasst mehr als eine Stunde über Kopf mit schwerem Werkzeug arbeiten.

Die Häufigkeit der Tätigkeit kann gefährdend sein

Der menschliche Körper ist für einen zeitlich befristeten, hohen Krafteinsatz ausgelegt. Auch in ungünstigen bzw. extremen Positionen kann er Kraft ausüben oder Kräfte, die auf ihn einwirken, gut aushalten. Erst wenn jemand wiederholt Hände und Arme einsetzen muss, um mit Kraft eine Tätigkeit auszuüben, spricht man von einer erhöhten Kraftanstrengung. Dazu gehört auch das Arbeiten über Kopf: Gefühlt sind es manchmal nur ein paar Sekunden. Zusammengerechnet sollten diese Tätigkeiten aber nicht länger als eine Stunde pro Arbeitsschicht betragen.

So können sich Beschäftigte schützen

Viel hängt von dem Einsatz ergonomisch optimierter Hilfs- und Arbeitsmittel ab: Arbeitgeber sollten prüfen, ob durch den Einsatz neuester Technologie die Arbeitsverfahren so gestaltet werden können, dass die Belastung geringer oder ganz behoben wird. Auch sollte die Arbeitsorganisation einen häufigen Wechsel zwischen be- und entlastenden Tätigkeiten ermöglichen, also ein vielfältiges Aufgabengebiet bieten und genügend Pausenzeiten vorsehen. Beschäftigte sollten regelmäßig ermuntert werden, die arbeitsmedizinische Vorsorge wahrzunehmen und im Gebrauch und Einsatz unterstützender Hilfsmittel geschult werden. Eine Möglichkeit dazu bietet der Rückenparcours der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie: An vier computer- und videogestützten Stationen testen Beschäftigte ihr Bewegungsverhalten und lernen anhand der Auswertungen und Analysen alternative Verhaltensmuster kennen.

Weitere Ideen zur MSE-Prävention finden Interessierte in der Produktdatenbank auf gdabewegt.de oder sie lassen sich von den Fachkräften für Arbeitssicherheit, Betriebsärztinnen und Betriebsärzten beraten.

Quelle: www.gdabewegt.de

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23.05.2017

GDA-Leitlinien redaktionell überarbeitet

Die NAK hat in ihrer gestrigen Sitzung redaktionellen Anpassungen und Änderungen in der "Leitlinie Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes" und in der "Leitlinie Gefährdungsbeurteilung und Dokumentation" zugestimmt und diese beiden GDA-Leitlinien mit Stand vom 22. Mai 2017 in Kraft gesetzt.

Zu den aktualisierten Leitlinien:
Leitlinie Gefährdungsbeurteilung und Dokumentation
Leitlinie Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes

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11.05.2017

NAK-Vorsitzender am Runden Tisch "Dialog: Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt" beteiligt

Der amtierende NAK-Vorsitzende Herr Dr. Kregel sitzt mit am Runden Tisch des Dialogprozesses "Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt" der im Wesentlichen vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) sowie der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) getragen wird. Ziel des Dialogprozesses ist es, die betriebliche Umsetzung geeigneter Maßnahmen für den Erhalt und die Stärkung der psychischen Gesundheit zu fördern.

Auftakt für diesen Dialogprozess war der Kongress "Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt", der am 5. Mai 2017 stattgefunden hat und in dem das BMAS, die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und die Sozialpartner BDA und DGB Bilanz zum Stand und Fortschritt der Aktivitäten zur Förderung der psychischen Gesundheit in der Arbeitswelt gezogen haben. Auf dem Kongress wurde der Abschlussbericht der BAuA zum Forschungsprojekt "Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt - Wissenschaftliche Standortbestimmung" veröffentlicht und diskutiert.

Quelle: www.baua.de

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25.04.2017

Damit Hände und Arme einsatzfähig bleiben: Wer am Arbeitsplatz immer gleiche Handbewegungen ausführen muss, sollte sie schützen und schonen

Bohren, Schneiden und Sortieren, Schrauben und Montieren: Beschäftigte im Bau-, Montage-, Verpackungs- und Handwerksgewerbe oder in der Textil- und Nahrungsmittelindustrie führen häufig ein- und dieselbe Handbewegung mehrfach am Tag ohne Unterbrechung aus. Auch bei Beschäftigten im Friseurhandwerk oder in therapeutischen Praxen gehören immer wiederkehrende Bewegungen mit gebeugten oder gestreckten Handgelenken zum Arbeitsalltag. Das kann zu einer Überbelastung der beanspruchten Muskelgruppen und Sehnen führen. Mögliche Folgen: Schmerzen in den Unterarmen, im Schulter-Arm-Bereich oder im Bereich der oberen Wirbelsäule, Taubheitsgefühle in den Fingern oder schmerzhafte Sehnenscheidenentzündungen.

Tätigkeiten mit hohem Risiko

Betroffen können Beschäftigte sein, die

  • ihre Hände wiederholt beugen und strecken müssen und aus der gebeugten Haltung heraus arbeiten müssen, beispielsweise in der Montage- und Verpackungsindustrie, der Textil- und Nahrungsmittelindustrie, in Handwerksbetrieben, im Friseurhandwerk oder in therapeutischen Praxen;
  • mit hohem Kraftaufwand arbeiten, beispielsweise in KFZ-Werkstätten, im Baugewerbe, in Handwerks- oder Gartenbaubetrieben;
  • vibrierende Maschinen wie handgeführte Motorsägen, Aufbruch- und Meißelhämmer, Bohrer und andere handgehaltene Werkzeugmaschinen bedienen, beispielsweise im Forst- und Landwirtschaftsgewerbe, im Handwerk und im Baugewerbe.

Mehrere berufsbedingte Faktoren können eine Erkrankung auslösen

Es ist nicht die Tätigkeit selbst, die krank macht. Vielmehr kommt es auf den Grad und die Art der körperlichen Belastung an. Beschäftigte sollten darauf achten,

  • wie häufig und wie lange sie eine handbelastende Tätigkeit ausüben. Wer einmal am Tag länger als eine Stunde am Stück die immer gleiche Tätigkeit verrichten muss, gilt als gefährdet (Beispiel: Fließbandarbeit)
  • wie oft sie die belastende Tätigkeit unterbrechen (Pausen) und wie häufig sie im Wechsel eine weniger belastende Tätigkeit ausüben können;
  • ob sie häufig mit hohem Krafteinsatz arbeiten müssen oder vibrierende Maschinen einsetzen;
  • ob ihnen dazu das richtige Werkzeug, die richtige Schutzausrüstung sowie vibrationsarme Maschinen zur Verfügung stehen.

Betroffene Beschäftigte können sich schützen: Viel hängt von dem Einsatz ergonomisch optimierter Hilfs- und Arbeitsmittel ab sowie einer Arbeitsorganisation, die einen häufigen Wechsel zwischen be- und entlastenden Tätigkeiten ermöglicht. Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Betriebsärztinnen und Betriebsärzte können sie darin unterstützend beraten und den Arbeitsplatz gemeinsam mit dem Arbeitgeber entsprechend der individuellen Belastung gestalten.

Quelle: www.gdabewegt.de

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