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Sicherer Umgang mit krebserzeugenden Gefahrstoffen

Gesundheit schützen – aktiv handeln!

Arbeitsprogramm "Sicherer Umgang mit krebserzeugenden Gefahrstoffen"

Krebserzeugende Gefahrstoffe sind in der Arbeitswelt weit verbreitet. Derzeit sind ca. 50 Stoffe als krebserzeugend in die Kategorien 1A und 1B gem. CLP-Verordnung eingestuft. Hinzu kommt eine nicht quantifizierbare Anzahl an Gemischen. Daher wundert es nicht, dass krebserzeugende Gefahrstoffe in Deutschland die Hauptursache tödlich verlaufender Berufserkrankungen darstellen.

Programm vor der 3. GDA Periode

Kampf dem Krebs am Arbeitsplatz: Die Länder Hessen, Thüringen und Baden-Württemberg haben ihre Vollzugstätigkeit im Rahmen einer mehrjährigen Schwerpunktaktion (2015-2018) auf Tätigkeiten mit krebserzeugenden Gefahrstoffen ausgerichtet. Die Ergebnisse dieser in einem Zeitrahmen von vier Jahren durchgeführten Betriebsüberprüfungen offenbarten erhebliche Defizite bei der betrieblichen Umsetzung der bereits seit vielen Jahren bestehenden, rechtlichen Vorgaben zum Schutz der Beschäftigten. Folgende Pflichten wurden in vielen Betrieben nur ungenügend oder auch gar nicht erfüllt:

  • Prüfung der Substitutionsmöglichkeiten von krebserzeugenden Gefahrstoffen an den Arbeitsstätten,
  • Ermittlung der Exposition der Beschäftigten durch krebserzeugende Gefahrstoffe,
  • Einhaltung der stoffspezifischen Arbeitsplatzgrenzwerte und Beurteilungsmaßstäbe,
  • Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten,
  • Führung eines Expositionsverzeichnisses und zur
  • Gewährleistung der arbeitsmedizinischen Vorsorge

Hier besteht weiterhin Handlungsbedarf zum Schutz von Beschäftigten gegenüber krebserzeugenden Gefahrstoffen.

Die im Rahmen des fachpolitischen Schwerpunktes "Kampf dem Krebs am Arbeitsplatz" gewonnenen Ergebnisse unterstützen daher gezielt die inhaltliche Ausrichtung der 3. Periode der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) und ihres Arbeitsprogramms "Sicherer Umgang mit krebserzeugenden Gefahrstoffen", mit dem Ziel, den Berufskrebs gezielt und wirksam zu bekämpfen.

Die Angebote für Betriebe

GDA Gefahrstoff-Check: Bei der Prävention hilft der GDA Gefahrstoff-Check insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen. Die Mitwirkenden im Arbeitsschutz können damit selbst prüfen und bewerten, wie gut sie die Gefährdungsbeurteilung bei Tätigkeiten mit krebserzeugenden Gefahrstoffen durchgeführt haben. Der Check gibt konkrete Hilfestellungen, was zu tun ist und ermöglicht, notwendige Pflichten und Maßnahmen anzupacken oder deren Umsetzung zu verbessern.

Der GDA Gefahrstoff-Check kann hier als Broschüre heruntergeladen werden. Die Online-Version ist im Internet unter www.gda-gefahrstoff-check.de zu finden.

Best Practice Beispiele

Diese Seite befindet sich noch im Aufbau und wird fortlaufend aktualisiert.

  • 14. Gefahrstoffschutzpreis
    Hier finden Sie Informationen zur Ausschreibung des 14. Deutschen Gefahrstoffschutzpreises für das Jahr 2022, der sich erneut mit dem Thema „STOP dem Krebs am Arbeitsplatz“ beschäftigt und nach Bewerbern sucht, die neue Lösungen für die sichere Arbeit mit krebserzeugenden Stäuben und Rauchen gefunden haben.
  • 13. Gefahrstoffschutzpreis
    Hier finden Sie Informationen zu den Preisträgern des 13. Deutschen Gefahrstoffschutzpreises aus dem Jahr 2020, die für ihre guten Ideen zum Schutz vor krebserzeugenden Gefahrstoffen ausgezeichnet wurden.
  • 12. Gefahrstoffschutzpreis
    Neue Ideen gesucht - Hervorragende Lösungen gefunden: 12. Deutscher Gefahrstoffschutzpreis
  • Verfahrens- und stoffspezifische Kriterien
    Verfahrens- und stoffspezifische Kriterien (VSK) sind eine wichtige Unterstützung bei der Gefährdungsbeurteilung. Deren Ermittlung und konkrete Einordnung, nach VSK, können der TRGS 420 und deren Anlage entnommen werden
  • Napo-Informationsfilme
    Die Napo-Informationsfilme befassen sich mit dem Themenschwerpunkt Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit. Jeder Film wird gemeinsam mit mehreren europäischen Institutionen produziert. Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz mit Sitz in Bilbao, Spanien, hat die Entwicklung der Website finanziell unterstützt.
    Film 1
    Film 2
    Film 3

Externe Links

Im Folgenden finden Sie nützliche Links zu Internetseiten außerhalb des GDA-Portals, über die man sich zu krebserzeugenden Gefahrstoffen weiterführend informieren kann. Die Seite wird fortlaufend aktualisiert.

  • GESTIS-Stoffdatenbank
    Mit dem Gefahrstoffinformationssystem der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung können Sie mithilfe des Gefahrstoffnamens oder der CAS-Nummer relevante Informationen ermitteln. Hilfreich ist die Datenbank bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung vor allem deshalb, weil konkrete Informationen auch z. B. zur Art der Schutzausrüstung oder Erste-Hilfe-Maßnahmen gegeben werden. (Die Seite ist in deutscher Sprache verfügbar.)
  • Zentrale Expositionsdatenbank (ZED)
    Die Datenbank zur zentralen Erfassung gegenüber krebserzeugenden Stoffen exponierter Beschäftigter - Zentrale Expositionsdatenbank (ZED) - ist ein kostenloses Angebot der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Arbeitgeber können die ZED nutzen, um ihrer Verpflichtung nach der Gefahrstoffverordnung nachzukommen, ein Expositionsverzeichnis zu führen. (Die Seite ist in deutscher Sprache verfügbar.)
  • Roadmap on Carcinogens
    Im Jahr 2016 haben sechs wichtige europäische Organisationen die Initiative ergriffen, um ein freiwilliges Maßnahmenprogramm zur Sensibilisierung für die Gefährdung durch Karzinogene am Arbeitsplatz und zum Austausch von guten praktischen Lösungen zu entwickeln. Im Rahmen dieses Maßnahmenprogramms mit dem Titel "Fahrplan zu Karzinogenen" sollen bereits getestete und validierte Lösungen für innovative Verfahren, die in ganz Europa zur Anwendung kommen, gefördert werden. Lesen Sie mehr über diese bewährten Verfahren und unterstützen Sie den Fahrplan! (Die Seite ist nur in englischer Sprache verfügbar.)
  • EU-OSHA
    Die EU-OSHA hat eine Infografik zum richtigen Umgang mit gefährlichen Stoffen entwickelt, die auf einem Blick und mit wenigen Klicks die wichtigsten Schritte zur Beurteilung von Risiken erlaubt. (Die Infografik ist in deutscher Sprache verfügbar, weiterführende Links zu Beispielen in OSH-Wiki sind nur in englischer Sprache verfügbar.)
    Die EU-OSHA hat außerdem ein elektronisches Tool zum Einstieg in die Gefährdungsbeurteilung beim Umgang mit Gefahrstoffen entwickelt, das über sieben Einstiegsfragen Unterstützung bietet. (Dieses Tool ist in englischer Sprache verfügbar.)

Zusatzinformationen

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