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Arbeitsprogramm "Psyche"

In den letzten Jahren ist die Aufmerksamkeit für psychische Gesundheit stark gestiegen. Auch wenn die Zahl der psychischen Störungen in der deutschen Bevölkerung in den letzten Jahren nicht weiter gestiegen ist, zeigt die Entwicklung der Diagnosezahlen eine wachsende Sensibilisierung für das Thema. Die Pandemie hat uns auch in Hinblick auf psychische Belastungsfaktoren bei der Arbeit vor neue Herausforderungen gestellt, die sicherlich auch nach Ende der Krisenlage Beachtung finden müssen.

Generell spielt das Thema Psyche in verschiedensten Lebenssituationen eine Rolle. Dennoch ist es wesentlich, Arbeit gut zu gestalten; denn dann hat sie eine positive Auswirkung auf die psychische Gesundheit. Psychische Belastungsfaktoren treten grundsätzlich an allen Arbeitsplätzen auf und beziehen sich zunächst neutral z. B. auf die Wirkung von Arbeitsaufgaben, -organisation und -mittel. Daher ist eine betriebliche, tätigkeitsbezogene Betrachtung, also eine Gefährdungsbeurteilung, erforderlich um festzustellen, ob diese Faktoren gesundheitserhaltende oder beeinträchtigende Ausprägungen haben.

Angesichts der sich in der Arbeitswelt vollziehenden digitalen Transformation ergeben sich auch Veränderungen der psychischen Belastung bei der Arbeit. Höhere Flexibilität, der Wegfall von Pendelzeiten und eine bessere Vereinbarkeit der Lebensbereiche werden als Erleichterung empfunden. Auf der anderen Seite ergeben sich Herausforderungen wie erweiterte zeitliche Erreichbarkeit, komplexe und umfangreiche Interaktionsarbeit, kleintaktige, DV-gesteuerte Arbeitsvollzüge, hohe Arbeitsintensität durch neue Managementformen (SCRUM, agile development, KANBAN). All dies führt zu veränderten Arbeitssituationen für die Beschäftigten, die wirtschaftlich schnell an Bedeutung gewinnen, deren gesundheitliche Langzeitfolgen aber noch nicht abzuschätzen sind.

Ziele

Maßnahmen der menschengerechten Arbeitsgestaltung und der Ressourcenstärkung können zu einer wirksamen Reduktion gesundheitsgefährdender Belastungsfaktoren bzw. Belastungskonstellationen beitragen und damit einen effektiven Arbeitsschutz ermöglichen.

Das GDA- Programm „Prävention mit Hilfe der Gefährdungsbeurteilung. Miteinander und systematisch für gute Arbeitsgestaltung bei psychischer Belastung“ in der dritten GDA-Periode stellt eine Fortsetzung des Programms „Schutz und Stärkung der Gesundheit bei arbeitsbedingter psychischer Belastung“ aus der zweiten Periode dar.
Es verfolgt das Ziel, eine adäquate Berücksichtigung psychischer Belastung bei der Arbeit im betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz sicherzustellen und die Handlungssicherheit aller Arbeitsschutzakteure in diesem Themenfeld zu verbessern.

Ein hoher Anteil der Aufsichtspersonen der GDA-Träger hat zwischenzeitlich bereits eine Grundqualifikation in dem Themenfeld erhalten und ihm Rahmen der 13.000 Betriebsbesichtigungen, die in den Jahren 2015 – 2018 erfolgt sind, Erfahrungen mit Aufsicht und Beratung zu psychischer Belastung bei der Arbeit gesammelt.

Auch die Akzeptanz der betrieblichen Akteure dem Thema gegenüber wurde in den letzten Jahren deutlich verbessert. Hier setzt das aktuelle Fachprogramm „Psyche“ der 3. GDA-Periode an: Ziel ist es, vor dem Hintergrund der digitalen Transformation und unter Berücksichtigung der Folgen der Corona-Pandemie die Arbeitswelt im Hinblick auf psychische Belastungen sicher und gesund zu gestalten.

Maßnahmen

Im Fokus stehen dabei Betriebe mit weniger als 250 Beschäftigten, bei denen mit Blick auf die Durchführung einer vollständigen Gefährdungsbeurteilung und die Durchführung der entsprechenden Maßnahmen Überwachung und Beratung durch die Aufsichtsdienste der GDA-Träger stattfinden wird.

Im Mittelpunkt des Arbeitsprogramms steht dabei – analog zur 2. GDA-Periode – die Entwicklung von Handlungshilfen für die Betriebe, die Qualifizierung von Aufsichtspersonal und betrieblichen Akteuren sowie die Überprüfung des Regelwerks auf die Berücksichtigung der psychischen Belastungen.

Weiterhin ist es erforderlich, die Kompetenz und Handlungssicherheit aller Arbeitsschutzakteure in dem Themenfeld zu erweitern und dabei insbesondere auf die aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen in der Arbeitswelt einzugehen, die Veränderungen der psychischen Belastungen mit sich bringen.

Denn: Arbeit, insbesondere gut gestaltete, ist prinzipiell ein Schutzfaktor, der positiv auf die Gesundheit – und insbesondere auf die psychische Gesundheit - wirkt.

Im Rahmen des Arbeitsprogramms werden ausführliche Informationen und eine Reihe von Handlungshilfen für Bertriebe und Unternehmen zur Verfügung gestellt werden.

Kontakt

Leitung des GDA-Arbeitsprogramms Psyche
c/o Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Wilhelmstr. 49
10117 Berlin
E-Mail: info@gda-psyche.de

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