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Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA)

Mensch und Arbeit. Im Einklang.


Über die GDA

Über die GDA

Die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) ist eine Initiative von Bund, Ländern und der gesetzlichen Unfallversicherung. Ziel dieses starken Verbundes ist es, den Arbeitsschutz in Deutschland zu modernisieren und Anreize für Betriebe zu schaffen, die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten zu stärken.

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Handlungshilfen

Handlungshilfen und Empfehlungen

Sie suchen Unterstützung und praktikable Instrumente um den Arbeitsschutz in Ihrem Betrieb zu verbessern?
Geordnet nach Belastungsarten und Branchen stellen wir Ihnen Angebote und Instrumente aus den GDA-Arbeitsprogrammen vor, die sich in der Praxis bewährt haben.

Zu den Handlungshilfen

 

Aktuelles

29.05.2018

Klarer Wettbewerbsvorteil: Investitionen in die Gesundheit von Pflegekräften

Das Arbeitsprogramm MSE informiert über zwei interessante und inspirierende Gute-Praxis-Beispiele aus dem Seniorenpflegeheim Zwickau und dem Krankenhaus Pirmasens.

Vor zehn Jahren startete das Senioren- und Seniorenpflegeheim Zwickau (SSH) ein umfassendes Programm zu Sicherheit und Gesundheitsschutz: Es stattete seine acht Einrichtungen mit passgenauen Hilfsmitteln aus und qualifizierte einen Teil der Beschäftigten zu Ergonomie-Beraterinnen und -Beratern. Seither hat sich die Zufriedenheit der Beschäftigten und die der Bewohnerinnen und Bewohner signifikant erhöht, der Krankenstand reduziert.

Auch das Krankenhaus Pirmasens investierte in Hilfsmittel und Qualifikation, indem es einen Pfleger zum Kinästhetik-Trainer ausbildete und den Hilfsmittelbestand optimierte. Der Trainer schult die Kolleginnen und Kollegen in der Bewegungswahrnehmung und -steuerung, begleitet und evaluiert in regelmäßigen Abständen die Anwendung in der Praxis. Weitere Pflegekräfte absolvieren den Kinästhetik-Grundkurs und fungieren als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren auf Station, die der Trainer regelmäßig anleitet und koordiniert.

Systematischer Arbeitsschutz lohnt sich!

Beide Gute-Praxis-Beispiele werden ausführlich auf www.gdabewegt.de beschrieben und von den Verantwortlichen kommentiert. Sie zeigen, dass Mitarbeiter-, Patienten- oder Klientenzufriedenheit einander bedingen und zu mehr Wirtschaftlichkeit führen. Voraussetzung ist, dass Maßnahmen des Arbeitsschutzes und der Gesundheitsförderung nicht isoliert stehen, sondern systematisch in das Unternehmenshandeln eingebunden werden. Als integraler Bestandteil der Unternehmenspolitik sollten sie in die betrieblichen Strukturen und Prozesse eingebettet sein und bei allen Unternehmensentscheidungen, Entwicklungen, Abläufen und Bewertungen konsequent berücksichtigt werden. Nur wenn Geschäftsführung und Führungskräfte von der Notwendigkeit überzeugt sind und Beschäftigte frühzeitig einbinden, können sichere und gesunde Arbeitsbedingungen die Wirkung entfalten, die erfolgreiches und wirtschaftliches Handeln ermöglicht.

Wettbewerbsvorteil: gesunde Arbeitsbedingungen

Beim Senioren- und Seniorenpflegeheim Zwickau stieg nicht nur die Mitarbeiter- und Bewohnerzufriedenheit, die hervorragende Ausstattung mit Hilfsmitteln und die Investitionen in die Gesundheitskompetenz der Beschäftigten helfen auch beim Gewinnen geeigneter Fachkräfte. Bewerberinnen und Bewerber erkundigen sich explizit nach gesunden Arbeitsbedingungen und den Leistungen des Unternehmens für das Personal – ein nicht zu unterschätzender Wettbewerbsvorteil im hart umkämpften Markt um die besten Köpfe.

Sie finden die aktuelle Presseinformation sowie die Beispiele Guter Praxis auf dem Portal www.gdabewegt.de des Arbeitsprogramms.

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02.05.2018

Newsletter 01/2018 der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) erschienen

Mit der aktuellen Ausgabe des Newsletters blicken wir zurück auf die A+A 2017.Wir informieren über den aktuellen NAK-Vorsitz, stellen die dritte, überarbeitete Auflage der "Empfehlungen zur Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen" vor und die in diesem Zusammenhang erfolgte Änderung des Qualitätsgrundsatzes (Nummer Fünf) im Anhang 2 der GDA-"Leitlinie Überwachung und Beratung bei psychischer Belastung am Arbeitsplatz".
Wir berichten vom Arbeitsprogramm MSE, das Gute-Praxis-Betriebe vorstellt, und vom Arbeitsprogramm Psyche, das unter dem Motto "Von den Erfahrungen anderer profitieren" 100 systematisch aufbereitete "Beispiele aus der Praxis" zum Umgang mit psychischen Belastungen am Arbeitsplatz auf seinem Webportal eingestellt hat.

Zum Newsletter 01/2018

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24.04.2018

GDA-"Leitlinie Überwachung und Beratung bei psychischer Belastung am Arbeitsplatz" - Änderung in den Qualitätsgrundsätzen (Anhang 2 der Leitlinie)

Die Arbeitsprogrammgruppe Psyche hat in Auswertung der BAuA-Studie "Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt" eine Konkretisierung der Broschüre "Empfehlungen zur Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen" vorgenommen. Die von der BAuA identifizierten Schlüsselfaktoren (Handlungsspielraum, Arbeitsintensität, Arbeitszeit, soziale Beziehungen insb. Führung und Arbeitsumgebung insb. Lärm) wurden als wesentliche Aspekte, die branchen- und tätigkeitsübergreifend bei der Beurteilung der psychischen Belastungen in der Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen sind, in die Empfehlungen integriert.
Auf Beschluss der NAK vom 11. Januar 2018 wurde die Nr. 5 der im Anhang 2 der GDA-„Leitlinie Überwachung und Beratung bei psychischer Belastung am Arbeitsplatz“ aufgelisteten Qualitätsgrundsätze entsprechend ergänzt.

Die neue Fassung der Leitlinie finden Sie hier (PDF-Datei, 424 KB).

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17.04.2018

Für fast jedes Problem gibt es eine Lösung.

In der neuen Broschüre "Psychische Arbeitsbelastung und Gesundheit" des Arbeitsprogramms Psyche werden anhand von Fallbeispielen typische Belastungsfaktoren aufgezeigt.

Die psychische Gesundheit von Beschäftigten rückt seit einigen Jahren verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit – und dies zu Recht. Nach Muskel-Skelett- und Atemwegserkrankungen sind psychische Erkrankungen die dritthäufigste Ursache für Fehlzeiten. Eine hohe Arbeitsintensität und ein großes Maß an Flexibilität kennzeichnen heutige Beschäftigungsverhältnisse. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind mit ihrer ganzen Persönlichkeit, mit ihrem Wahrnehmen, Denken und Fühlen, gefordert.

Gute Arbeit kann persönliche Ressourcen stärken und das Wohlbefinden von Beschäftigten dauerhaft fördern. Für eine erfolgreiche Prävention und Gesundheitsförderung ist es unverzichtbar zu wissen, welche Faktoren potenziell gesundheitsgefährdend sein können.

Die Broschüre "Psychische Arbeitsbelastung und Gesundheit" richtet sich an Führungskräfte, Personalverantwortliche sowie Arbeitnehmervertreterinnen und -vertreter und das Aufsichtspersonal. Sie gibt einen kurzen Überblick über den Zusammenhang von Arbeit und psychischer Gesundheit und präsentiert zentrale wissenschaftliche Erkenntnisse über psychische Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz. Interviews mit Beschäftigten unterschiedlicher Branchen dienen als Fallbeispiele und veranschaulichen sowohl Problemlagen als auch Lösungsansätze. Davon ausgehend werden sieben Leitsätze für eine gute Praxis entwickelt.

Die Broschüre ist ab sofort erhältlich.
Jetzt herunterladen unter www.gda-psyche.de
Bestellung kostenlos unter

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Arbeitsprogramms Psyche.

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01.03.2018

Arbeit und Psyche: Von guten Beispielen lernen

Von anderen Betrieben und Institutionen lernen: Die ersten vier systematisch aufbereiteten „Beispiele aus der Praxis“ zum Umgang mit psychischen Belastungen am Arbeitsplatz sind in den „TOP 100 – Impulse aus der Praxis“ der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) erschienen.

Haben Sie schon mal von einem Fehler-Frühstück gehört? Hier werden berufliche Fehltritte nicht aufs Brot geschmiert, um zu beschämen, sondern um im Team bei Kaffee und Brötchen aus Fehlern zu lernen. Diese und weitere betriebliche Maßnahmen zum Umgang mit psychischen Belastungen werden in den kürzlich im GDA-„Arbeitsprogramm Psyche“ veröffentlichten „Beispielen aus der Praxis“ beschrieben. Jedes Beispiel erläutert zunächst die Ausgangslage und Aktivitäten der Betriebe. Dann wird gezeigt, was erreicht werden konnte und welche Faktoren im jeweiligen Unternehmen von Bedeutung waren. Die Beispiele werden in Zusammenarbeit mit der INQA in den „TOP 100 – Impulse aus der Praxis“ veröffentlicht.

Das Architekturbüro „Bräunlin und Kolb“, der Gravurbetrieb „GFT Fritze“ aus Bremen, die diakonische Stiftung für Menschen mit Behinderung „Wittekindshof“ mit Sitz in Bad Oeynhausen und ein IT-Dienstleister aus Niedersachsen machen den Anfang. Sie zeigen, was sich bei ihnen bewährt hat, wollen Ideen und Anregungen liefern.

Weitere fünfzehn Beispiele aus einer Vielzahl von Branchen sind derzeit in Arbeit und werden schrittweise ergänzt. Zum Beispiel erläutern ein Klinikum und ein kleiner Produktionsbetrieb aus der Nahrungsmittelbranche die Berücksichtigung der psychischen Belastungen bei der Arbeit in ihrer Gefährdungsbeurteilung. Mehr dazu gibt es hier.

Weitere Informationen: www.gda-psyche.de

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27.02.2018

GDA Jahresbericht 2017 Online

Der kürzlich veröffentlichte GDA-Jahresbericht 2017 steht zum Download bereit. Die neunte Ausgabe der jährlichen Abschlusspräsentation liefert einen Überblick über Ergebnisse und Aktivitäten der GDA in den zurückliegenden zwölf Monaten.

Sie erhalten Informationen über den aktuellen Stand der drei Arbeitsprogramme Organisation, MSE und Psyche, über die gemeinsamen Aktivitäten von Arbeitsschutzbehörden und Unfallversicherung bei der Beratung und Überwachung der Betriebe sowie über die Kooperation der GDA mit Verbänden und Krankenkassen.

Sollten Sie Interesse an dem Jahresbericht im PowerPoint-Format haben, so senden Sie bitte eine kurze Mail an: .

Den Jahresbericht finden Sie www.gda-portal.de/Jahresbericht.

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08.02.2018

Auch in Unternehmen mit Schichtarbeit möglich: Betriebliche Sportangebote gegen den Rückenschmerz

Jeden Dienstag und Donnerstag findet im Konferenzraum des Glasherstellers f | glass GmbH bei Magdeburg das Sportausgleichsprogramm "Fitness für Dich" statt: Seit einem Jahr können Beschäftigte sich vor und nach der Schicht unter professioneller Anleitung 45 Minuten lang gezielt bewegen und Rücken, Muskeln und Gelenke trainieren. Das Angebot wird gut genutzt, obwohl fast alle der insgesamt 230 Beschäftigten im Schichtdienst und damit zu unterschiedlichen Zeiten arbeiten. Das Erfolgsgeheimnis: "Der Sport findet im Betrieb statt und wird so getaktet, dass er vor und nach der Arbeit wahrgenommen werden kann", erläutert Personalleiterin Franziska Eins, die das neue Angebot gemeinsam mit dem Betriebsrat und der Arbeitsschutzexpertin entwickelt hat. Die Kolleginnen und Kollegen motiviert das Gesundheitsteam über eine kontinuierliche, persönliche Ansprache. Und gute Vorbilder. Personalleiterin Eins: "Auch der Chef sportelt regelmäßig mit."

Bewegung ist das A und O bei Rücken-, Gelenk- und Muskelschmerzen

Wie wichtig Bewegung zur Vermeidung von Muskel-Skelett-Beschwerden ist, zeigt auch das Online-Tool "Bewusst bewegen – auch im Job" der GDA. Es lädt Beschäftigte ein, ihren eigenen Gestaltungspielraum in Beruf und Freizeit zu nutzen. Im Fokus steht dabei der Arbeitsplatz: Ausstattung und Arbeitsorganisation, Betriebsklima und Arbeitsverhalten. Die Seite informiert über Schmerzursachen und Belastungen, beschreibt gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen und gibt konkrete Anregungen für ein bewegtes Arbeits- und Freizeitverhalten. In erster Linie für Mitarbeiterinnern und Mitarbeiter gemacht, eignet sich das Tool ebenso für Arbeitgeber und Fachkräfte für Arbeitssicherheit, die es als Informationsquelle, Unterstützung bei Unterweisungen oder Ergänzung ihrer Angebote nutzen können.

Denn: Prävention lohnt sich! 2017 hat die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) die f | glass GmbH für ihr Präventionsangebot ausgezeichnet und prämiert.
Nähere Informationen zu diesem und anderen Gute-Praxis-Betrieben, die kreative Lösungswege zur Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen gefunden haben, finden Interessierte auf den Seiten von GDAbewegt.de.

Weitere Informationen finden Sie auch unter GDAbewegt.de.

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09.01.2018

Arbeit und Psyche: Aktualisierte Broschüre
Dritte, überarbeitete Auflage der "Empfehlungen zur Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen" erschienen.

Ab sofort ist eine aktualisierte Version der Broschüre "Empfehlungen zur Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung" erhältlich. Neu ist die Benennung von fünf Schlüsselfaktoren psychischer Belastung, die branchen- und tätigkeitsübergreifend relevant sind und in der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung immer berücksichtigt werden müssen:

  • Arbeitsintensität
  • Arbeitszeit
  • Handlungsspielraum
  • soziale Beziehungen, insbesondere zu Vorgesetzten
  • Arbeitsumgebungsbedingungen, insbesondere die Belastung durch Lärm

Damit wird die Checkliste "Merkmale und Inhalte der Gefährdungsbeurteilung" ergänzt, die einen Überblick über psychische Belastungsfaktoren gibt und den Empfehlungen als Anlage beigefügt ist.

Grundlage für die Hervorhebung dieser Schlüsselfaktoren aus der Checkliste waren u.a. die Ergebnisse des Projekts "Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt", in dem die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin die vorliegenden Erkenntnisse zu psychischer Belastung der Arbeit systematisch aufbereitet und ausgewertet hat. "Mit der Konkretisierung der Empfehlungen möchten wir Betrieben noch mehr Handlungssicherheit dabei geben, was bei der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung in den Blick zu nehmen ist", sagt Bettina Splittgerber, Vertreterin der staatlichen Arbeitsschutzbehörden im GDA-Programm "Psyche".

Die dritte, überarbeitete Fassung kann hier kostenfrei heruntergeladen werden.

Hintergrund: Das Arbeitsprogramm Psyche

Das Arbeitsprogramm "Schutz und Stärkung der Gesundheit bei arbeitsbedingten psychischen Belastungen" - kurz "Arbeitsprogramm Psyche" - ist eines von drei Arbeitsprogrammen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA). Ziel ist es, die betrieblichen Akteurinnen und Akteure umfassend zum Thema psychische Belastungen bei der Arbeit zu informieren und zu qualifizieren.

Weitere Informationen: www.gda-psyche.de

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08.01.2018

Peer-Oliver Villwock hat NAK-Vorsitz übernommen

Der neue Vorsitzende der Nationalen Arbeitsschutzkonferenz Peer-Oliver Villwock (links) und seine beiden Stellvertreter Dr. Volker Kregel (Mitte) und Dr. Walter Eichendorf (rechts), Foto: Dr. Pippig

Der neue Vorsitzende der Nationalen Arbeitsschutzkonferenz Peer-Oliver Villwock (links) und seine beiden Stellvertreter Dr. Volker Kregel (Mitte) und Dr. Walter Eichendorf (rechts) (Foto: Dr. Pippig)

Turnusgemäß hat der Bund zum Jahresbeginn den Vorsitz der Nationalen Arbeitsschutzkonferenz (NAK) übernommen. Herr Peer-Oliver Villwock (Bundesministerium für Arbeit und Soziales - BMAS) wurde von den GDA-Trägern als Vorsitzender für das Jahr 2018 benannt. Herr Villwock ist Leiter der Unterabteilung III b "Arbeitsschutz" im BMAS und als Vertreter des Bundes erstmals NAK-Vorsitzender. Seine Stellvertretungen im NAK-Vorsitz sind Herr Dr. Walter Eichendorf (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung - DGUV) und Herr Dr. Volker Kregel (Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, Amt für Arbeitsschutz der Freien und Hansestadt Hamburg). Herr Dr. Kregel ist gleichzeitig Vorsitzender des Länderausschusses für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik (LASI), der die Politik der Bundesländer zu Fragen der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes in der Arbeitswelt koordiniert.

Die NAK ist das zentrale Entscheidungsgremium der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA). Sie setzt sich zusammen aus je drei Vertretern des Bundes, der Arbeitsschutzbehörden der Länder und der Spitzenverbände der gesetzlichen Unfallversicherung. Je drei Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die von ihren Spitzenorganisationen entsandt worden sind, nehmen mit beratender Stimme teil. Der Vorsitz der NAK wechselt jährlich zwischen den GDA-Trägern.

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22.11.2017

Einblicke in den betrieblichen Arbeitsschutz vor Ort: Auf der A+A 2017 in Düsseldorf stellte die GDA gute Praxis-Beispiele zur MSE-Prävention vor

Auf der international führenden Fachmesse für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (A+A) vom 17.- 20. Oktober 2017 präsentierte die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) Ergebnisse und Angebote ihres mehrjährigen Arbeitsprogramms MSE (Muskel-Skelett-Erkrankungen). An ihrem Messestand in Düsseldorf stellte sie unter anderem die interaktive Online-Handlungshilfe "Bewusst bewegen - auch im Job" und das Seminarmodul "Gelebte Gesundheit am Arbeitsplatz - Auf das WIE kommt es an" vor. Darüber hinaus veröffentlichte sie auf ihrem Portal www.gdabewegt.de gute Beispiele aus der Praxis unter dem Motto "Aus der Praxis statt vom grünen Tisch: Expertinnen und Experten verraten ihre Erfolgsrezepte".

In anschaulichen Berichten schildern hier Führungskräfte verschiedener Branchen, wie sie in ihrem Betrieb das Risiko von Muskel-Skelett-Beschwerden senken, einzelne Maßnahmen zu einem Gesamtkonzept bündeln und über strukturelle Veränderungen und Schulungen eine nachhaltige Umsetzung fördern.
Die dargestellten Betriebe, richten ihre Maßnahmen nach den fünf "Prinzipien Guter Praxis" aus, die GDA-Expertinnen und Experten zuvor erarbeitet haben (www.gdabewegt.de/Gutepraxis). Diese reichen von der Aktivierung aller wichtigen Personengruppen bis zur nachhaltigen Gestaltung aller Maßnahmen. Allen Prinzipien sind nachvollziehbare Kriterien zugeordnet, die es Unternehmen erleichtern, ihre Maßnahmen zu überprüfen bzw. neue Maßnahmen entsprechend zu planen. Praxisbeispiele sollen sie inspirieren und Hemmschwellen abbauen: Arbeitsschutz fängt im Kleinen an und ist ein Gewinn für alle.

Bislang finden Interessierte vier Berichte im Netz, zehn sollen es bis Ende des Jahres werden.

Ein Beispiel aus der Kfz-Branche:
Der Vertriebs- und Servicepartner "Stern Auto GmbH, Center Leipzig" beschäftigt rund 300 Menschen in Verkauf und Reparatur von Mercedes Benz-Fahrzeugen. In der Kfz-Werkstatt werden ständig schwere Ersatzteile hin- und hertransportiert. Die aktuelle Lösung: Der Bau von Transportwagen, die ganz auf die Bedürfnisse der Beschäftigten zugeschnitten sind. Das Erfolgsrezept von Stefan Lorber, Fachkraft für Arbeitssicherheit bei Stern Auto GmbH: "Den Leuten nah sein, Gefährdungsbeurteilungen immer aktuell halten, neue Arbeitsmittel zur Probe anschaffen und einige Kollegen motivieren, sie zu benutzen. Man braucht Leute, die was vormachen. Dann ziehen die anderen nach. Sobald sie selbst erfahren, wie groß die Arbeitserleichterung ist, setzen sich Änderungen durch."

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21.11.2017

Arbeit und Psyche: Interviewserie ist nun vollständig

Lernen von anderen: 19 Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Institutionen und Unternehmen schildern ihre Sicht auf das Thema psychische Belastungen bei der Arbeit in der inzwischen vollständigen Interviewserie "Stimmen aus der Praxis".

Pünktlich zur Internationalen Fachmesse für Persönlichen Schutz, betriebliche Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit A+A vom 17.-20. Oktober wurde die nun komplette Interviewserie „Stimmen aus der Praxis“ dem breiten Publikum vorgestellt. Ob Geschäftsführerin, Präventionsexperte der gesetzlichen Unfallversicherung, Vorstandsmitglied, Betriebsärztin oder Professorin - all diese Personen haben ihre ganz persönliche Sicht auf arbeitsbedingte psychische Belastungen. Durchweg beschäftigen sie sich mit der Frage, ob und inwiefern diese ein Thema in Betrieben und Institutionen sind, wo es ihrer Meinung nach besonders großen Handlungsbedarf gibt, wie Veränderungen angestoßen werden können oder vor welchen Schwierigkeiten aus ihrer Sicht die betriebliche Praxis steht.

Die 19 Interviews geben vielfältige Impulse und Anregungen zum Thema arbeitsbedingte psychische Belastungen und möchten Leserinnen und Leser dazu motivieren, ebenfalls aktiv zu werden. Die vollständige Serie ist unter www.gda-psyche.de > Handlungshilfen > Stimmen aus der Praxis zu lesen.

Weitere Informationen: www.gda-psyche.de

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11.10.2017

3. Erfahrungsaustausch der Fachexperten ("second level") von Ländern und Unfallversicherungsträgern

Im Rahmen der Umsetzung des GDA-Arbeitsprogramms Psyche findet am 20./21. November 2017 in Fulda ein dritter Erfahrungsaustausch aller Fachexperten der zweiten Beratungsebene der GDA-Träger zum Thema psychische Belastung am Arbeitsplatz statt.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht der Austausch zu den GDA-Kern- und Begleitprozessen sowie fachliche Diskussionen zu Themen rund um die Beratung zu psychischer Belastung am Arbeitsplatz. In diesem letzten Erfahrungsaustausch im Rahmen des aktuellen GDA-Arbeitsprogramms Psyche möchten wir mit Ihnen in Vorträgen und Workshops sowohl einen Blick zurück auf die Entwicklungen der letzten Jahre als auch einen Blick in die Zukunft ("Wie geht es mit GDA Psyche weiter?") werfen.

Weitere Informationen zum Programm finden Sie unter www.gda-psyche.de/Erfahrungsaustausch.

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28.09.2017

Die Arbeitswelt verändert sich. Arbeiten 4.0 verlangt nach Arbeitsschutz 4.0. Denn Arbeit muss auch für die Zukunft sicher und gesund gestaltet werden.

Wie ein zeitgemäßer Arbeitsschutz den Veränderungen in den Unternehmen gerecht werden kann, stand im Fokus des 12. Arbeitsschutzforums am 26. und 27. September 2017 in Hamburg. Bund, Länder und gesetzliche Unfallversicherung als Träger der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie GDA versammelten sich gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Sozialpartner, der Berufs- und Wirtschaftsverbände, der Kranken- und Rentenversicherungsträger, Einrichtungen im Bereich Sicherheit und Gesundheit sowie der Wissenschaft zum Diskurs.

Das diesjährige Arbeitsschutzforum bot eine gute Plattform für eine breite Beteiligung der Fachöffentlichkeit. Für die Forumsteilnehmer stand dabei die Frage, wie die Gefährdungsbeurteilung als zentrales Element des Arbeitsschutzes gestärkt werden kann, im Vordergrund. Wie die GDA dazu beitragen kann, Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz systematischer und ganzheitlicher in den Betrieben zu verankern, war ein weiteres Kernthema in der Diskussion.

Die Erfahrungen der GDA zeigen, dass die Gefährdungsbeurteilung noch nicht in allen Betrieben umfassend umgesetzt ist. Dabei bietet gerade dieser Prozess viele Chancen für die Gestaltung sicherer und gesunder Arbeit. Er ermöglicht, Gefährdungsfaktoren systematisch zu erkennen und wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse - beispielsweise zu Arbeitszeit, Arbeitsrhythmus, Gestaltung von Erreichbarkeit und Arbeitsumgebung - in der betrieblichen Praxis zu berücksichtigen.

Eine umfassende Gefährdungsbeurteilung benötigt anwenderfreundliche Instrumente, angemessene Ressourcen und entsprechende Kompetenzen. Diese Erkenntnis wird neben zahlreichen weiteren Impulsen dieses 12. Arbeitsschutzforums in die Entwicklung der anstehenden 3. GDA-Periode einbezogen.

Die zentralen Ergebnisse des 12. Arbeitsschutzforums finden Sie zeitnah auf der Website.

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14.09.2017

"Mach dich rückenschlau!" mit dem Webangebot "Bewusst bewegen – auch im Job"

Unser Alltag ist oft stressig und hektisch. Wer gerade mit der Ausbildung begonnen hat und ins Berufsleben startet, steht besonders unter Strom: Schule und Beruf sind zwei verschiedene Welten. Junge Leute wissen häufig nicht so genau, was im Berufsleben von ihnen erwartet wird. Das geht mit Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit los, mit neuen Handgriffen und Tätigkeiten und endet mit der korrekten Umsetzung der geforderten Aufgaben. Alles stürzt gleichzeitig auf sie ein: Berufsanfängerinnen und -anfänger müssen sich fachlich beweisen, täglich acht Stunden konzentriert dabei sein und ihren Platz im Team finden. Da können Seele, Geist und Körper schon mal aus dem Gleichgewicht geraten. Stress, körperlich anstrengende Arbeit, aber auch Bewegungsarmut, Über- und Unterforderung können zu Verspannungen und Schmerzen führen. Mit einem kräftigen und gesunden Rücken aber fängt alles an: mehr Fitness, Beweglichkeit und Haltung, Leistungsfähigkeit und Spaß bei der Arbeit.

Mit "Bewusst bewegen" in Schwung kommen

Hier setzt das Online-Tool "Bewusst bewegen – auch im Job" an: Flankiert von Animationen, Erinnerungsmails und dem interaktiven Check "Rückenfit am Arbeitsplatz" informiert die Webseite, woher die Schmerzen kommen und was der Arbeitsplatz damit zu tun haben kann. Sie überrascht mit vielen, leicht umsetzbaren Tipps für mehr Bewegung und holt junge Leute da ab, wo sie sind: mit verständlichen Informationen, Anregungen und viel Empathie für den "inneren Schweinehund", der lieber den Fahrstuhl nimmt als die Treppe, lieber Bus und Bahn fährt statt Fahrrad. Das Webangebot thematisiert gängige Vorurteile ("wer den ganzen Tag sitzt, kann eh nichts tun"), liebgewonnene Ausreden ("morgen ist auch noch ein Tag") oder die Sorge, mit Vorschlägen zur Arbeitsplatzgestaltung unangenehm aufzufallen oder sich gar lächerlich zu machen ("Frisierstuhl richtig einstellen? Dauert doch viel zu lange!").

Entdecken, was Körper, Seele und Geist in Balance hält

Alle Informationen und Anregungen sind konkret und haben den ganzen Menschen im Blick. Sie zeigen, wie gesunde Arbeitsbedingungen sich auf das gesamte Wohlbefinden auswirken und wie bereits kleine Verhaltensänderungen Rücken, Muskeln und Gelenke stärken können: in die Hocke gehen statt bücken, locker und aufrecht stehen, immer wieder kleine Pausen machen, Arbeitsmittel wie Hebehilfen, Transportwagen oder höhenverstellbare Schreibtische nutzen. Und damit die Umsetzung in die Praxis auch dauerhaft klappt, können sich alle, die sofort mehr für ihre Gesundheit tun wollen, sechs Wochen lang per E-Mail an ihren guten Vorsatz erinnern lassen.

Gemeinsam gegen den Rückenschmerz

"Bewusst bewegen – auch im Job" wurde von der GDA, Arbeitsprogramm Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE), entwickelt. Das strategische Bündnis aus Bund, Ländern, Unfallversicherungsträgern, Krankenkassen und Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden hat es sich zur Aufgabe gemacht, arbeitsbedingte Gesundheitsgefährdungen in puncto MSE zu senken.

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.gdabewegt.de.

04.09.2017

In Schwung kommen mit der Starthilfe von "Bewusst bewegen – auch im Job"

Die heißen Tage sind vorbei. Beste Voraussetzungen also, um aktiv zu werden. Bewegung stärkt die Muskulatur und beugt dadurch Rücken-, Gelenk- und Muskelbeschwerden vor. Eine Möglichkeit den inneren Schweinehund zu überwinden, bietet die interaktive Handlungshilfe "Bewusst bewegen – auch im Job".

Dort finden Beschäftigte eine Starthilfe: Nach Eingabe ihrer E-Mail-Adresse erhalten sie sechs Termine mit Informationen, Tipps und konkreten Empfehlungen für einen bewegten Alltag. Die Termine sind kleine Motivationshilfen. Sie unterstützen dabei, regelmäßig am Arbeitsplatz mehr für die Gesundheit von Rücken, Gelenken und Muskeln zu tun.

Regelmäßigkeit ist das Wichtigste

Wer sich mehr bewegen möchte, muss gewohnte Verhaltensweisen aufgeben und durch neue ersetzen. Je regelmäßiger man das tut, desto schneller werden ungewohnte Verhaltensweisen zu neuen Routinen. Wichtig ist, dass sie sich gut in Arbeitsalltag und Freizeit integrieren lassen. Nur so bleibt man langfristig dabei. Damit das klappt, erinnert die Starthilfe Beschäftigte einmal pro Woche an den guten Vorsatz.

Wer wissen möchte, welchen Gestaltungsspielraum sein Arbeitsplatz bietet, kann auch mit dem interaktiven Check "Rückenfit am Arbeitsplatz" einsteigen: Anhand eines kleinen Fragenkatalogs lassen sich mögliche Belastungen am Arbeitsplatz erkennen, das eigene Verhalten reflektieren und Gestaltungsspielräume entdecken. Dabei geht es zum Beispiel darum, Pausen bewusst zu gestalten, verschiedene Tätigkeiten abzuwechseln und Hilfsmittel zu nutzen.

Auch für Beratung und Unterweisung geeignet

"Bewusst bewegen – auch im Job" ist darüber hinaus für alle interessant, die für die Gesundheit der Beschäftigten Verantwortung tragen, wie Arbeitgeber und Vorgesetzte. Sie können das interaktive Online-Angebot in der Beratung und Unterweisung nutzen – ebenso wie Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Betriebsärztinnen und -ärzte.

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.gdabewegt.de.

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01.08.2017

Stimmen aus der Praxis: Wie gehen Betriebe mit psychischen Belastungen um?

Diese Frage steht im Mittelpunkt der Interviewreihe "Stimmen aus der Praxis" im Auftrag des Arbeitsprogramms "Psyche" der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA). Die Gesprächspartnerinnen und -partner widerspiegeln die aktuelle Praxis in den Betrieben und beziehen Stellung zum weiteren Vorgehen. Praktische Erfolge und Lernerfahrungen zeigen das breite Spektrum der betrieblichen Handlungsmöglichkeiten – auch mit Blick auf die Berücksichtigung der psychischen Belastungen in der Gefährdungsbeurteilung. Konsens ist: Das Thema ist in den Betrieben angekommen. Viele haben erkannt, dass eine Menge getan werden kann, um die Gesundheit von Beschäftigten bei arbeitsbedingten psychischen Belastungen zu schützen und zu stärken. Die Antworten der Interviewten geben vielfältige Impulse und Anregungen zur Reduzierung der arbeitsbedingten psychischen Belastungen und möchten Leserinnen und Leser dazu motivieren, ebenfalls aktiv zu werden.

Die Interviewreihe, auf die bereits am 28. März 2017 an gleicher Stelle hingewiesen wurde, ist unter www.gda-psyche.de publiziert und wird laufend ergänzt.

Die GDA Psyche ist eine Initiative von Bund, Ländern und Unfallversicherungsträgern. Sie hat das Ziel, betriebliche Akteure umfassend zu informieren und zu qualifizieren.

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Ältere Meldungen finden Sie im Meldungsarchiv.